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Frequently Asked Questions


Welche Verbindung besteht zwischen den Olympischen Spielen 2008 und der Situation in Tibet?

Trotz massiver internationaler Kritik an der Menschenrechtslage in China hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) im Jahre 2001 die Olympischen Spiele 2008 an Peking verliehen. Sowohl das IOC als auch die chinesische Staatsführung argumentierten, dass die Spiele "die Menschenrechtslage in China" und somit auch in Tibet verbessern würden. Dennoch sind Menschenrechtsverletzungen immer noch weit verbreitet. Wir glauben, dass China und das IOC ihre Versprechungen, die sie bei der Vergabe der Olympischen Spiele 2008 gemacht haben, einhalten müssen.

Es wird argumentiert, dass die Spiele vorteilhafte Veränderungen in China mit sich bringen werden. Inwiefern kann die Race-for-Tibet- Kampagne darauf Einfluss nehmen?

Die Volksrepublik China hat viele Ressourcen in die Vorbereitung der Spiele 2008 investiert, weil sie weiß, dass mit der Ausrichtung der Spiele ein enormer Imagegewinn verbunden sein kann. Millionen von Menschen werden die Spiele vor den Bildschirmen oder in China verfolgen. Wir glauben, dass die chinesische Führung dazu bewegt werden muss, einige - vielleicht sogar bedeutsame - Änderungen im Menschenrechtsbereich umzusetzen. Aus diesem Grund brauchen wir Ihre Hilfe, Ihren Enthusiasmus und Ihre Unterstützung, um China auf Möglichkeiten von Veränderung hinzuweisen.

Was ist die "Peking 2008: Race for Tibet - Kampagne"?

"Peking 2008: Race for Tibet" ist der Name der Olympia-Kampagne der International Campaign for Tibet, mit der sie das öffentliche Bewusstsein für die Menschenrechtsverletzungen in Tibet schärfen möchte. Bis zu den Olympischen Spielen 2008 haben wir Zeit, China aufzufordern, mit dem Dalai Lama direkte Gespräche zu beginnen und seine Menschenrechtspolitik in Tibet zu verbessern. An der "Peking 2008: Race for Tibet- Kampagne" beteiligen sich zahlreiche Tibet-Unterstützergruppen weltweit.

Wie kann ich helfen? In welcher Form kann man an der Kampagne teilnehmen?

Es gibt viele Möglichkeiten zu helfen. Nehmen Sie an unserer Email-Aktion teil, oder schreiben Sie eine Postkarte an den Vorstandsvorsitzenden der Adidas AG, um ihn darauf hinzuweisen, dass auch ein deutsches Unternehmen, das die Spiele 2008 sponsert, Verantwortung für die Menschenrechtslage in China und Tibet übernehmen muss. Postkarten können Sie unter folgender Email-Adresse bestellen: info@savetibet.de

Was ist die Bedeutung des Kampagnen-Logos?

Das Logo zeigt eine Stoppuhr, auf deren Zifferblatt rechts die Olympischen Ringe und links die tibetische Flagge dargestellt werden.

Sie verdeutlicht die Zeit, die China bleibt, um seine Menschenrechtssituation zu verbessern und direkte Gespräche mit dem Dalai Lama aufzunehmen.

Wie sind die Beziehungen zwischen China und Tibet?

Tibet wurde vor mehr als 50 Jahren illegal von China besetzt. Im Jahre 1949, als die chinesischen Truppen einmarschierten, war Tibet ein selbstständiger Staat mit einer eigenen Regierung, Religion, Sprache, Gesetzgebung und eigenen Bräuchen.

Tibet umfasst drei große Gebiete: Amdo (nordöstliches Tibet), Kham (östliches Tibet) und U-Tsang (zentrales und westliches Tibet). Die sog. Tibetische Autonome Region (TAR) wurde im Jahre 1965 von der chinesischen Regierung kreiert und erstreckt sich über das westliche vom Yangste Fluss gelegene Gebiet Tibets und einen Teil Khams. Der Rest vom Amdo und Kham wurde chinesischen Provinzen einverleibt und dort, wo tibetische Bevölkerungsgruppen leben, entstanden autonome tibetische Präfekturen und Landkreise. Aus diesem Grund werden Teile der Provinzen Qinghai, Gansu, Sichuan und Yunnan von den chinesischen Behörden als "tibetisch" deklariert. Tibeter benutzen das Wort "Tibet" für alle tibetischen Gebiete, die derzeit unter der Rechtssprechung der Volksrepublik China stehen.

Wie sieht die Situation in Tibet heutzutage aus?

Fünfzig Jahre nach der Invasion Chinas versucht Peking seine Kontrolle über Tibet und seine ca. sechs Millionen Tibeter zu verstärken.

  • Wirtschaftliche Benachteiligung: Tibeter werden in ihrer eigenen Gesellschaft wirtschaftlich immer mehr an den Rand gedrängt und von China und seiner 1,3 Milliarden großen Bevölkerung quasi "verschluckt".
  • Religiöse Unterdrückung: Die Unterdrückung der tibetischen Religion und Kultur findet auch heute noch statt. China versucht den Einfluss des Dalai Lamas in Tibet zu unterbinden und die Klöster streng zu kontrollieren.
  • Politische Verfolgung: Die politischen Strategien der chinesischen Regierung in Tibet zielen darauf ab, den Tibetern ihre nationale Identität zu nehmen und sie in der Ausübung fundamentaler Menschenrechte, wie der Meinungsfreiheit, der Pressefreiheit und der Religionsfreiheit, die ihnen laut chinesischer Verfassung zustehen, zu behindern.
  • Umweltzerstörung: Mit einer durchschnittlichen Höhe von über 4.500 Metern ist Tibet das höchste Land der Erde. Tibets Umwelt ist von Chinas Wirtschafts- und Entwicklungspolitik massiv bedroht.

Will ICT, dass Menschen und Länder die Olympischen Spiele 2008 in Peking boykottieren?

Nein, aber die International Campaign for Tibet hält die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees, Peking die Spiele 2008 zu verleihen, aufgrund der schlechten Menschnenrechtssituation in Tibet und China für bedenklich.

Da China als Gastland ausgewählt wurde, haben wir eine große Chance, aber nur wenig Zeit, durch die Spiele 2008 etwas in China und Tibet zu verändern.

Ist "Peking 2008: Race for Tibet" anti-chinesisch?

Nein, "Peking 2008: Race for Tibet" ist eine Kampagne, die darauf abzielt, der chinesischen und tibetischen Bevölkerung mehr Rechte und Freiheiten zu bringen.

Ich will in Peking die Olympischen Spiele besuchen. Sollte ich dort hin fahren?

Die Entscheidung, ob man zu den Olympischen Spielen fährt oder nicht, ist immer eine persönliche.

 
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